Das Programm

So läuft es bei Ihnen im Haus

Kein Fortbildungstag, sondern ein begleiteter Prozess über mehrere Monate. Ihr Team lernt, herausforderndes Verhalten von Kindern systematisch zu bearbeiten – auf dieser Seite steht, was wann passiert, was Ihr Team dabei in die Hand bekommt und was am Ende vorliegt.

Der Wirkpfad

Starke Teams – die Basis für gesundes Aufwachsen in der Kita

Kinder entwickeln sich dort am besten, wo Fachkräfte sicher und handlungsfähig sind. Deshalb stärkt das Programm zuerst das Team – diese Sicherheit überträgt sich auf den Alltag der Kinder und erreicht über die Kita schließlich auch die Familien.

Fundament

Starke Teams

Sichere, handlungsfähige Fachkräfte durch die HeVeKi-Fallroutine.

→
Wirkung

Starke Kinder

Gesundes Aufwachsen durch verlässliche Routinen im Alltag.

→
Reichweite

Starke Familien

Gesunde Routinen wirken bis in den Familienalltag hinein.

Der Ablauf

Was wann passiert

Die Stationen sind bei allen Zeitmodellen gleich – sie liegen nur unterschiedlich weit auseinander.

  1. Erstgespräch

    Wir klären Ausgangslage, Ziele und welches Zeitmodell zu Ihren Ressourcen passt. Unverbindlich und ohne Vorbereitung Ihrerseits.

  2. Bedarfsermittlung und Ausgangsmessung

    Wo steht das Team heute? Eine kurze, anonyme Einschätzung im Team bildet den Ausgangspunkt – und später die Vergleichsgröße.

  3. Die Fallroutine einführen

    Mehrere Teamtermine, an denen echte Fälle aus Ihrem Haus nach dem HeVeKi-Kreislauf bearbeitet werden – Aggression, Wutausbrüche, Rückzug, Grenzverletzungen. Nicht am Beispiel, sondern an Ihren Kindern.

  4. Entscheidungspunkt

    Sitzt die Routine wirklich? Wird sie ohne mich genutzt? Erst wenn wir beide das mit Ja beantworten, geht es weiter. Wenn nicht, vertiefen wir – statt das nächste Thema aufzusetzen.

  5. Ein Schwerpunkt für Kinder und Familien

    Gemeinsam wählen wir eines der vier Bausteinpaare, das zu Ihrer Ausgangslage passt. Ihr Team setzt es um, ich schule und begleite.

  6. Abschlussmessung und Bericht

    Dieselbe Einschätzung wie am Anfang, dazu ein Abschlussbericht – die Grundlage für Ihre Rückmeldung an Träger und Krankenkasse.

  7. Verstetigung

    Eine schriftliche Vereinbarung, wer die Fallrunden künftig einberuft, und ein Reviewtermin. Danach läuft es ohne mich.

Ein Werkzeug für die Fallrunden – kostenlos

Damit die Routine auch ohne mich läuft, gibt es einen Moderationsassistenten: Er führt durch die Phasen, nennt die Regeln und hält die Zeit. Sie können ihn ausprobieren, bevor wir überhaupt miteinander sprechen.

Moderationsassistent ansehen
Der Schwerpunkt

Vier Bausteinpaare – Sie wählen eines

Jedes Paar besteht aus einem Baustein für die Kinder und dem passenden Impuls für die Familien. Dieselben Worte in der Kita und zuhause – das ist der Grund für die Kopplung.

Bewusst nur eines. Ein Thema, das ein Team wirklich durchdringt, verändert mehr als fünf, die nebeneinanderher laufen. Welches es wird, entscheiden wir gemeinsam – und erst dann, wenn die Fallroutine steht.

„Heute fühle ich mich …“ Wenn Kinder Gefühle schwer benennen und Situationen schnell eskalieren

Ziel: Kinder und Fachkräfte entwickeln eine gemeinsame, nicht wertende Sprache für Gefühle.

Was im Alltag passiert
Vier bis sechs Basisgefühle werden ausgewählt. Die Karten kommen in den Morgenkreis und nach belastenden Situationen zum Einsatz. Fachkräfte spiegeln kurz und ohne Bewertung, Kinder wählen freiwillig. Erprobung über vier bis sechs Wochen.
Was sich im Haus verändert
Die Gefühlskarten bleiben sichtbar, Satzanfänge und Formulierungen werden im Team abgestimmt, bei Bedarf entsteht eine Gefühleecke mit ruhigem Platz.
Was bei den Familien ankommt
Eine Elternkarte mit drei bis fünf Formulierungen, ein kurzer Text für Aushang oder Kita-App, ein Impuls in bestehenden Kontakten. Keine zusätzlichen Termine für Eltern.
Was Ihr Team in die Hand bekommt
Gefühlskarten, Team-Sprachkarte, Elternkarte, Text für die Kita-App und der Kurzbogen für Ausgangs- und Abschlussmessung.
Was es nicht ist
Kein therapeutisches Angebot, kein Elterntraining, keine Diagnostik.

Für die Familien: „Gefühlesprache zuhause“

„Atem-Ampel & Mini-Pause“ Wenn Kinder sich schwer beruhigen und der Tag zu wenig Pausen hat

Ziel: Kinder und Erwachsene nutzen eine kurze gemeinsame Routine, um Anspannung zu senken und wieder handlungsfähig zu werden.

Was im Alltag passiert
Zwei typische Situationen werden festgelegt. Dann wird die Atem-Ampel eingeführt: Rot heißt stoppen und atmen, Gelb lockern, Grün den nächsten Schritt beginnen. Die Fachkräfte machen es vor, vier bis sechs Wochen wird erprobt.
Was sich im Haus verändert
Die Ampel bleibt sichtbar, die Anwendungssituationen und eine kurze gemeinsame Sprache werden im Team abgestimmt, ergänzend kann ein ruhiger Platz genutzt werden.
Was bei den Familien ankommt
Eine Mini-Karte für die Situationen, in denen es zuhause klemmt: Anziehen, Losgehen, Einschlafen, Streit. Keine direkte Elternberatung.
Was Ihr Team in die Hand bekommt
Atem-Ampel, Teamkarte, Elternkarte und ein einfacher Beobachtungsbogen.
Was es nicht ist
Kein Entspannungs- oder Stressbewältigungskurs, sondern eine kurze Routine, die in den Alltag eingebaut wird.

Für die Familien: „Mini-Pausen zuhause“

Gesundheitsförderliche Umgebung & Struktur Wenn Abläufe wenig vorhersehbar sind und Ruheorte fehlen

Ziel: seelisch-emotionale Gesundheit durch eine sichere, gut strukturierte und beteiligungsorientierte Umgebung stärken.

Was im Alltag passiert
Ein Alltagsschwerpunkt wird ausgewählt und seine Belastungspunkte analysiert. Die Kinder werden altersgerecht beteiligt, eine klare Struktur mit Bildfolge entsteht, vier bis sechs Wochen wird erprobt.
Was sich im Haus verändert
Überschaubare Tagesabläufe, feste Rituale, visuelle Orientierung auf Kinderhöhe, echte Wahlmöglichkeiten und definierte Ruhe- und Rückzugsorte. Praktisch heißt das zum Beispiel: ein visualisierter Tagesplan, eine Fotofolge an der Garderobe, Wahlkarten mit zwei realistischen Optionen, ein gekennzeichneter reizarmer Rückzugsort.
Was bei den Familien ankommt
Transparente Information über die Routinen der Kita, klare Bring- und Abholimpulse, eine Elternkarte mit Ideen für Struktur und Ruhe im Familienalltag.
Was Ihr Team in die Hand bekommt
Teamkarte, Umgebungs-Check, Foto- und Piktogrammkarten, Beteiligungsimpuls, Elternkarte und der Messbogen.
Was es nicht ist
Keine eigenständige Hygiene-, Bewegungs- oder Entspannungsmaßnahme. Es geht um Orientierung und emotionale Sicherheit im Alltag.

Für die Familien: „Struktur, Ruhe und Orientierung im Familienalltag“

„Freundschafts-Brücken“ Wenn Konflikte immer gleich ablaufen und nur beendet statt begleitet werden

Ziel: Kinder, Fachkräfte und Familien nutzen eine einfache, wiedererkennbare Konfliktsprache.

Was im Alltag passiert
Ein Stopp-Signal wird eingeführt, dazu die Bildfolge Stopp – Gefühl und Anliegen – Lösung. Das Team vereinbart dieselben Sätze, wendet sie in echten Situationen an und bespricht Beispiele in den Fallrunden.
Was sich im Haus verändert
Stopp-Karte und Bildfolge bleiben sichtbar. Die Begleitung von Konflikten wird als Teamstandard vereinbart – nicht mehr jede Kollegin nach eigenem Gefühl.
Was bei den Familien ankommt
Eine Elternkarte mit dem Satzmuster: „Stopp. Ich bin …, weil … . Ich wünsche mir …“
Was Ihr Team in die Hand bekommt
Stopp-Karte, Drei-Schritte-Bildfolge, Team-Sprachkarte, Elternkarte und eine Kurznotiz für die Beobachtung.
Was es nicht ist
Kein Streitschlichterprogramm, keine Therapie, keine direkte Elternberatung.

Für die Familien: „Konfliktsprache zuhause“

Alle vier Bausteine sind so gebaut, dass Kinder ohne Sprache mitmachen können: Piktogramme, Fotos, Gebärden und Zeigekarten statt Sprechzwang. Und in allen vieren entscheiden Kinder mit – über die Karten, die Bildfolgen oder den Ort.

Damit wir dasselbe meinen

Was ein Projekttag ist

Ein Projekttag umfasst zehn Arbeitsstunden. Sechs davon verbringe ich mit Ihrem Team – das ist die Zeit, die Sie einplanen müssen. Die übrigen vier Stunden liegen außerhalb: Vorbereitung, Nachbereitung, Steuerung des Prozesses und die Auswertung.

Wichtig zu wissen: Vorgespräche und Abstimmungen verkürzen die sechsstündigen Teamtermine nicht. Sie kommen hinzu.

10Arbeitsstunden
je Projekttag
6Stunden davon
mit Ihrem Team
4Stunden Vorbereitung,
Steuerung, Auswertung
Flexibel im Umfang

Drei Zeitmodelle

Je nach Ressourcen und Verankerungsbedarf. Alle drei bilden den vollständigen Ablauf ab – von der Bedarfsermittlung bis zur Verstetigung.

Kompakt

Für Einrichtungen mit begrenzten Ressourcen oder als Einstieg.

  • Laufzeitca. 3–5 Monate
  • Umfang3 Projekttage
  • Teamzeit18 Stunden

2 Tage HeVeKi · 0,5 Tag Kinder · 0,5 Tag Familien

Beratung anfragen
Empfehlung

Basis

Der Standard für die meisten Kitas – ausgewogen in Tiefe und Aufwand.

  • Laufzeitca. 6–8 Monate
  • Umfang4 Projekttage
  • Teamzeit24 Stunden

3 Tage HeVeKi · 0,5 Tag Kinder · 0,5 Tag Familien

Beratung anfragen

Ideal

Für Einrichtungen mit hohem Verankerungsbedarf und voller Prozesstiefe.

  • Laufzeitca. 9–11 Monate
  • Umfang6 Projekttage
  • Teamzeit36 Stunden

4 Tage HeVeKi · 1 Tag Kinder · 1 Tag Familien

Beratung anfragen

Der Anfang einer dauerhaften Routine

Die begleitete Aufbauphase ist nur der Start. Danach führt Ihr Team die Fallrunden eigenständig weiter – Jahr für Jahr, ohne dass ich noch einmal kommen muss.

Am Ende

Was Ihnen vorliegt

Für Ihr Team zählt, dass die Routine läuft. Träger und Krankenkasse brauchen zusätzlich etwas Schriftliches.

Ausgangs- und Abschlussmessung

Eine kurze, anonyme Einschätzung im Team zu Beginn und am Ende. Keine Fallinhalte, keine personenbezogenen Daten – nur der Vergleich.

Abschlussbericht

Ausgangslage, Verlauf, Ergebnisse und Empfehlungen auf wenigen Seiten. Verwendbar für die Rückmeldung an die Krankenkasse und für Ihre eigene Qualitätsdokumentation.

Verstetigungsvereinbarung

Wer beruft die Fallrunden künftig ein, in welchem Rhythmus, und wann schauen wir noch einmal darauf. Schriftlich, damit es einen Personalwechsel übersteht.

Was ich nicht mache

Damit von Anfang an klar ist, worüber wir sprechen – und worüber nicht.

  • Keine Arbeit direkt in Kindergruppen. Die Bausteine setzt Ihr Team um, nicht ich. Die Kinder brauchen ihre vertrauten Bezugspersonen, keinen externen Trainer.
  • Keine Elternberatung. Ich erarbeite die Materialien und Wege mit Ihrem Team. Der Kontakt zu den Familien bleibt bei Ihnen.
  • Keine Präventionskurse nach § 20 Abs. 5 SGB V. Das Programm ist ein Lebenswelt-Prozess nach § 20a SGB V und enthält keine zertifizierungspflichtigen Einzelkurse.
  • Keine Diagnostik und keine Therapie. Wo eine fachliche Abklärung nötig ist, benenne ich das – und Sie gehen den üblichen Weg über Fachdienste.
Finanzierung

Die Krankenkassen tragen einen großen Teil

Gesundheitsförderung in der Kita ist gesetzlicher Auftrag der Krankenkassen. Über § 20a SGB V lässt sich ein großer Teil des Programms finanzieren – wie der Weg dorthin aussieht, wer welchen Schritt macht und was Ihre Einrichtung beiträgt, steht auf einer eigenen Seite.

Zur Finanzierung

Welches Modell passt zu Ihnen?

Lassen Sie uns unverbindlich über Ihre Ausgangslage sprechen – inklusive Beratung zur Finanzierung über § 20a SGB V.

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